Archiv

Die Wächter

20.7.07 14:09, kommentieren

Prolog

Die junge Frau schrie schmerzerfüllt auf, als der glühende Pfeil sie traf. Erschöpft sank sie zu Boden.

„Was, war das denn etwa schon alles was du kannst?", höhne eine Männerstimme.
Er und die anderen bildeten einen Kreis und umstellten sie.
„Von einer Wächterin hätte ich eigentlich mehr erwartet."
Ein anderer lachte. ,, Na ja, es kann nun mal nicht jeder so stark sein wie wir Boss."
„Schweig!", schrie die erste Stimme.

Die Frau stand zitternd auf. Endlich konnte sie das Gesicht ihres Angreifers sehen.

Er hatte braune Augen mit kaum merklichen bernsteinfarbenen Sprenklern.

„Jorden, du? Du bist der Boss dieser Verräter?“

„Ja, wer hätte es denn sonst sein sollen. Niemand sonst ist so stark wie ich“

„Du warst nie stark genug um mich zu besiegen!“, rief die Frau und legte nun ihrerseits einen Pfeil ein und schoss ab. Als er Jorden traf gab es eine gewaltige Erschütterung und Jorden strahlte in gleißendem Sonnenlicht, was ihn einige Meter rückwärts warf bis er es abwerte.

„Das wirst du bereuen“, zischte er und hob die Hand. Riesige Flammen kamen daraus hervor und warfen die Junge Frau wieder zu Boden. Er schoss zum zweiten Mal einen Pfeil ab, der von einem gewaltigen Energiekreis aus Licht umgeben war. Er traf die Frau, tötete sie jedoch nicht.

„Schließ die uns an. Dann werden wir dir und deiner Familie nichts antun.“

„Lass meine Familie aus dem Spiel!“, schrie sie.

Grinsend ließ er den Pfahl, an dem die beiden 6 jährigen Mädchen und der 2 jährige Junge gefesselt waren in Flammen aufgehen.

„Nein bitte nicht!“, schrie sie auf und mit allerletzter Kraft schaffte sie es Jorden mit ihrer Sonnenmagie zu Boden zu werfen.

Sie murmelte einige Worte ein weiterer gleißender Sonnenstrahl traf ihn mitten ins Herz. Schmerzerfüllt schrie er auf und löste sich langsam in Luft auf.

Vollkommen erschöpft schnitt die Frau die Fesseln ihrer Kinder durch. Die anderen hinderten sie nicht daran, sondern sahen nur zu. Schluchzend fielen die drei ihr um den Hals, doch ihre dunklen Augen, die fast dieselbe Farbe hatten wie ihre Pupillen und schließlich hatte sie sich schon in Luft aufgelöst.

Zur selben Zeit wurden in einer anderen Welt zwei Kinder geboren. Zwei Mädchen, eins mit braunen Augen und bernsteinfarbenen Sprenklern und eins mit tiefschwarzen Augen.

20.7.07 14:51, kommentieren

Wunden der Vegangenheit

Lee legte einen großen Blumenstrauß aufs Grab seiner Mutter und sah traurig auf den Grabstein. Sie war gestorben um ihn und seine beiden Schwestern zu retten. Auch wenn er damals erst zwei Jahre alt gewesen war, konnte er sich an alles erinnern. Er hatte nie von den Fähigkeiten seiner Mutter gewusst. Er wusste auch nicht, dass sie eine Wächterin gewesen war. Sie hatte ihn und seine Schwestern vor einem weiteren Wächter gerettet, der weine Mutter als Verbündete haben wollte. Aber das war nur ein Trick gewesen. In Wirklichkeit wollte er ihr ihre Kräfte stehlen, sobald sie sich mit ihm verbündete.
Damals hatte er das alles nicht genau verstanden, doch als er alt genug war hatten seine Schwestern ihm alles erklärt. Er hatte immer noch die riesigen Feuer- und Lichtexplosionen vor sich mit denen Jorden, der Mörder seiner Mutter gekämpft hatte. Seine Mutter dagegen hatte eine weitaus stärkere Magie eingesetzt. Sie war zwar seltener wie Tea und Tabita ihm erzählt hatten, aber seine Mutter war fast doppelt so stark wie Jorden, doch diese Kraft hatte sie so sehr geschwächt, dass sie schließlich auch gestorben war.
Er ballte die Faust.
Dieses Grab ist noch nicht einmal echt.
Seine Mutter hatte sie gerade eben noch befreien können und hatte sich dann in Luft aufgelöst.
Früher oder später werde ich die Wiedergeburt von Jorden finden und ihn dann umbringen. Auch wenn sich sein Körper verändert hat ist seine Seele doch dieselbe geblieben. Und die ist böse. Ich bin stark geworden für einen Sterblichen. Ich besitze Kräfte die niemand sonst besitzt.

„Lee, gut, dass ich dich finde! Der Rat möchte dich sprechen!“
„Der Rat?“
Seine Schwester Tea war vom schnellen Laufen ganz erhitzt. Sie keuchte nur noch.
„Ja es ist dringend!“

Nach einer Viertelstunde kam er ins Ratsgebäude und begrüßte die Ratsmitglieder der Reihe nach mit einigen Worten und nickte jedem kurz zu, wie es Sitte war um ihnen seine Ehrbietung zu zeigen.
,,Setz dich Lee. Du brauchst uns von heute an nicht mehr auf die Art und Weise begrüßen. Vorausgesetzt natürlich du nimmst dein Amt an!“
Le sah sie nur verwirrt an.
„Wir verstehen deine Verwunderung, also werden wir dir alles in Ruhe erklären. Aber vorher musst du uns versprechen uns nicht zu unterbrechen und weitere Fragen erst am Ende zu stellen.“
Er sagte zuerst gar nichts, doch als er ihre erwartungsvollen Gesichter sah, gab er sein Versprechen.
„Ich verspreche es“, sagte er feierlich.
,,Also gut, dann fang ich an. Hast du dich nie gefragt woher deine besonderen Kräfte kommen?“
Er wollte schon verneinen als ihm sein Versprechen wieder einfiel, außerdem hätte er sowieso keine Zeit gehabt eine Antwort zu geben denn das Ratsoberhaupt der Stadt sprach weiter.
„Eigentlich erfährt man es ja erst wenn man zwanzig Jahre alt ist, aber unter den gegeben Umständen und deinen besonderen Fähigkeiten erkläre ich es dir schon jetzt, du bist ebenfalls ein Wächter genau wie deine Mutter. Es ist deine Aufgabe die Grenzen zu bewachen und den Frieden zwischen den drei Großreichen zu bewahren.“
Lee rang nach Luft.
„Aber warum ich, warum…?“
„Warte! Ich bin noch nicht fertig. Wie schon gesagt, normalerweise erfahren die Wächter es frühestens mit zwanzig Jahren, weil vorher noch nicht reif genug sind. Du bist eine Ausnahme. Du bist der erste Wächter, den ich kenne, der seine magischen Fähigkeiten schon vor der Ausbildung so perfekt beherrscht wie du. Wir können dir höchstens noch beibringen wie du besser mit dieser Gabe umgehen kannst und gegen andere mit einer solchen Kraft kämpfen musst. Es ist gerade jetzt sehr wichtig. In einer anderen Welt wurden zwei neue Wächter entdeckt. Sie sind alle beide heute vierzehn geworden. Ihre Namen sind Lucy und Jennifer. Lucy ist die Wiedergeburt deiner Mutter. Du hast sicherlich mitbekommen wie sich deine Mutter in Luft auflöste. Sie ist in eine neugeborene Seele gekrochen, die ihr stark genug erschien um irgendwann weiter gegen die Verräter, der Wächter zu kämpfen. Sie ist es aber nicht um die ich mir Sorgen mache. Wir müssen sie nur benachrichtigen und ihr alles erklären, dann wird sie auf unserer Seite kämpfen. Schließlich ist sie Selenas Wiedergeburt und…“
„Was ist denn nun, wenn wir uns um sie keine Sorgen machen müssen, warum erzählt ihr mir dann all das?
„Weil es von großer Bedeutung ist. Du und Lucy, ihr seid die einzigen Wächter die nicht auf der feindlichen Seite stehen.“
„Aber was ist mit der anderen? Dieser Jennifer?“
„Sie ist es ja gerade um die ich mir Sorgen mache. Sie ist Jordens Wiedergeburt und er…“
„Keine Sorge, diese Missgeburt werde ich umbringen. Ich werde ihr zeigen was es heißt…“
„Warte. Ich glaube nicht, dass du das tun solltest. Zwar ist die Sonnenmagie, die Selena beherrschte und die nun in Lucy steckt stärker als Jordens und somit Jennifers Kraft, aber deine Windkraft ist eine der schwächeren Energieformen. Dein einziger Vorteil könnte sein, dass du jahrelange Übung darin hast mit deiner Magie zu kämpfen und sie nicht. Du und Lucy könntet sie überraschen sobald Lucy ein wenig mit ihrer Magie umgehen kann.“
„Egal wie wir es machen, für das was sie meiner Mutter angetan hat, wird sie sterben!“

20.7.07 17:24, kommentieren

!!! ACHTUNG !!!

Achtung: Dieses ist nur eine Leseprobe. Wer mehr erfahren will kann mir ja schreiben.

21.7.07 19:58, kommentieren